11/04/2010

Rudi Stahl

Rudi Stahl (1918-1987) stammt aus einer traditionellen Töpferfamilie. Er ist der ältere Bruder von Wendelin Stahl und der Vater von Norbert Stahl. Seine Ausbildung begann er 1933 bei Wim Mühlendyck, 1936 legte der dort auch die Gesellenprüfung ab. Danach folgte praktische Tätigkeit in verschiedenen keramischen Betrieben. 1938 gründete er eine eigenen Werkstatt in Höhr-Grenzhausen, im gleichen Jahr legte er seine Meisterprüfung ab. Zusätzlich besuchte er zwischen 1937 und 1939 die Staatliche Fachschule für Keramik ebenda. 

1938 war er Sieger im Reichsberufewettkampf, 
1973 und 1974 erhielt er den Westerwaldpreis und 
1976 wurden er und Wim Mühlendyck mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Zudem war er Obermeister der Töpferinnung Rheinland-Pfalz.

Form 2005-12
Finde dies ein gelungenes Exemplar dafür, wie auch moderne Keramiker immer mal wieder Rückgriffe auf die Traditionen ihrer Heimat machen können.




Form 3006-10



Form 3008-20



Form 7002-14


Form 7011-15



Signatur



An einer Stelle habe ich einen Hinweis auf eine Zusammenarbeit mit Theodor Bogler gefunden, vielleicht kann dies ja jemand verifizieren.

1 Kommentar:

  1. Die Zusammenarbeit wird im Buch "Keramik und Bauhaus" Kupfergraben isbn 3 891 81404 6 erwähnt.
    Foto 275, 276 (Terrakotta,freigedreht außen schwarz engobiert, mit geritztem Dekor aus feinen parallelen Ringen auf der gesamten Oberfläche)
    LG
    Entwurf Theodor Bogler, Ausführung Töpferei Rudi Stahl, Höhr -Grenzhausen (Zeitraum 1952-70)
    Modellnummer "L4/30" und "L1/14"
    Preßmarke Maria Laach

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