5/14/2011

Ernst Lösche

Bereits Ernst Lösches (*1923 München - 2010) Vater Karl Lösche befaßte sich mit Keramik. Er war Professor für Keramik und Bildhauerei an der Akademie in München. Von ihm wurde Lösche in der künstlerischen Gestaltung von Keramik unterwiesen, das praktische Rüstzeug erlernte er von 1945-1947 bei dem Tölzer Hafner Gustav Frosch. Nach Ende der Ausbildung eröffente er, unterstützt von seinem Vater, eine Werkstatt in Diessen.
In den ersten Jahren hatte er sich auf keramische Großgefäße spezialisiert. Später stellt er Gebrauchs- und Zierkeramiken in Kleinserien her. Neben Arbeiten in Steinzeug entstanden auch Fayencen und Porzellane. Die Glasuren für seine Keramiken entwickelt er in vielen Experimenten selbst.
Ab Anfang der 1960er Jahre begann er, die Geschichte der Diessener Keramik zu erforschen und gründet hierzu 1963 die Forschungs- und Grabungsstätte "Alt-Diessener Keramik". In einem Werkstattmuseum werden hierzu Funde aus dem 11. - 18. Jahrhundert ausgestellt. 

Für seine keramischen Arbeiten und sein Engagement für die Diessener Keramik wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt:
1959 Diplom, Florenz
1963 u. 1978 Bayerischer Staatspreis
1992 Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik
2006 Denkmalschutzmedaille

Nach seinem Tod wurde die Werkstatt von seiner Tochter Dagmar Larasser übernommen.

Noch bis zum 06. Juni 2011 läuft eine Retrospektive des Schaffens von Ernst Lösche im Diessener Rathaus.

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