1/20/2013

Gräflich Ortenburgsche Steingutmanufaktur, Tambach

Auf den Besitzungen der Grafen von Ortenburg in der Nähe von Coburg wurden 1939 große Tonlager erschlossen. Dies veranlaßte Alram Graf zu Ortenburg 1946 die Keramischen Werkstätten Graf Ortenburg zu gründen. Sitz der Werkstätten war ein Seitenflügel des Schlosses Tambach. Hergestellt wurden Vasen, Figuren und Gebrauchskeramik. Die Dekoration erfolgte in einem angegliederten Malatelier in Handmalerei.
1949 wurden die Werkstätten in Gräflich Ortenburgsche Steingutmanufaktur umbenannt und die Produktion auf Kaffee- und Teeservices sowie Vasen und Wandteller umgestellt. Aus Kostengründen wurden nur noch die wenigsten Stücke handbemalt.
Insgesamt setzte man mit dem Fortschreiten des Jahrzehnts immer mehr auf moderne Formen und Dekore. Um auch international erfolgreich zu sein wurden ausländische Designer wie der aus Tunis stammende Bildhauer Sebastiano Buscetta und die amerikanische Formgestalterin Irene Pasinski engagiert. Trotzdem blieb das Unternehmen nicht vom Absatzrückgang der 1960er Jahre verschont. Spätestens 1968 wurde die eigene Produktion eingestellt und ab da nur noch keramische Erzeugnisse ausländischer Hersteller (u.a. Ernestine-Keramik aus Italien) vertrieben.


Gedeck, Dekor Mexikana, ca. 1958


Stempelmarke


Form 617


Preßmarke


Form 672



Form 675-6 (kleine Vase) und -1 (größere Vase)



Form 677-8


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

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