2/20/2016

Sawa - Franz Schwaderlapp GmbH Keramikfabrik, Ransbach

Wie bei vielen kleineren Unternehmen, ist auch bei Sawa die Informationslage zur Firma eher gering.

Das Unternehmen Franz Schwaderlapp GmbH wurde 1904 als Schleifmittelfabrik gegründet. Nicht lange danach wurde begonnen in einer zugehörigen Tonwarenfabrik unglasierte Blumenbehälter zu produzieren.
Ab 1951 wurden unter dem Label "Sawa Keramik" Zierkeramiken aus Klinker, teilweise mit Kerbschnitt hergestellt. Verantwortlich für die Entwürfe war Heinrich Maria Müller, bis er 1965 das Unternehmen verließ.
Bis 1992 befand sich die Gesellschaft in Familienbesitz. Sie scheint an einen anderen Träger des gleichen Namens übergegangen zu sein, da im Jahre 2000 ein Heinrich Schwaderlapp zum Liquidator der Gesellschaft ernannt wurde. 2004 ist die Firma erloschen.

Wenn man sich mit den Keramikunternehmen im Westerwald befaßt, stößt man immer wieder auf die gleichen Namen wie z. B. Remy, Fohr oder auch Schwaderlapp. So steckt in Jasba Jakob Schwaderlapp aus Baumbach. Der Grund hierfür ist, daß die Familien sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verzweigt haben, allen aber die Beschäftigung mit Keramikherstellung sozusagen in die Wiege gelegt wurde. Als Stammvater der Familie Schwaderlapp kann Wilhelm Schwaderlapp angesehen werden, der aus Raeren stammte und sich 1654 in Grenzhausen ansiedelte.


Form 104-10



Form 239-10


Form 249-10



Form 276-25


Form 302-8




Label
Das ESR steht für Eduard Schwaderlapp Ransbach


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.

Kule Keramik

Kule leitet sich vom Namen des Firmengründers Kurt Lehmann ab. Lehmann wurde am 31.08.1925 in der Nähe von Bunzlau geboren. In Bunzlau begann er eine Töpferlehre, die er mit der Gesellenprüfung abschloß.
Nach dem Kriege arbeitete er eine zeitlang bei Heribert Kiechle in Diessen am Ammersee. 1951 legte er seine Meisterprüfung ab und bereits 1952 eröffnete er Kule Keramik in Hamm. Zuerst befaßte er sich mit Zier- und Gebrauchskeramik aus Majolika, ab 1954 stellte er konsequent auf Klinker Keramik* um. Seine qualitätvollen Entwürfe bescherten ihm einen anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg. 1971 war eine Vergrößerung des Betriebes unumgänglich. Da dies in Hamm nicht möglich war, wurde im nahen Bockum-Hövel ein neues Werksgebäude errichtet.
1984 übergab er den Betrieb aus Altersgründen in neue Hände, die ihn bis 2005 fortführten.

Während die meisten Firmen Formnummern doppelt oder mehrfach vergaben, ging Kule einen anderen Weg und vergab Dekornamen zumindest doppelt. Da der Dekorname auf dem Standfuß angegeben wurde, ist ein Irrtum nicht möglich.

Form 33-1
Dekor Kairo



Form 34-3
Dekor Roma



Form 71-2
Dekor Köln


Form 91-1
Dekor Roma


Form 103-2 
Dekor Roma



Label


Bodenmarkung mit dem Dekornamen


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.

*Als Klinker werden eigentlich hartgebrannte Ziegelsteine bezeichnet. Der Begriff hat sich aber auch für unglasierte Keramiken aus meist rotem Ton eingebürgert. Da der Ton bei sehr hohen Temperaturen gebrannt wird setzt eine Versinterung ein, die den Scherben wasserdicht macht. Da der Scherben nicht glasiert werden muß, eignet er sich sehr gut für die direkte Oberflächenbearbeitung (Kerbschnittechnik). Es können also Verzierungen mit einem Messer oder einem Stempel unmittelbar auf dem Korpus angebracht werden.

2/19/2016

Keramik aus Hameln

Eine Firmendarstellung folgt.


Form 39


Form 95


Form 123-2


Form 581




Form unbekannt



Marke
Was bietet sich für Hameln Besseres an als eine Ratte. Im Zwischenraum von Körper und Schwanz stehen die Buchstaben HT für Hamelner Töpferei (GmbH)


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.

Speier Keramik, Hillscheid

Die deutsche Keramik insbesondere der 1950er Jahre gibt immer noch Rätsel auf, aber ab und an wird eines gelöst - wie jetzt das Geheimnis der Keramiken mit dem Label SP Hillscheid. Dahinter steckte die Firma Speier Keramik. Volker und Ralf vom Forum potteryandglass sein an dieser Stelle für die Entdeckung gedankt.
Keramiken mit dem Label SP Hillscheid waren schon länger bekannt, es wurde aber vermutet, daß es sich um einen Händler handelte, da die Art der Markung sehr an die ebenfalls in Hillscheid ansässige Manufaktur Krupp-Klinker/AKRU, als auch an die Firma Eckhardt & Engler erinnerte. Die Keramiken wurden dann diesen Firmen zugeschrieben.

Bekannt ist bisher, daß Speier Keramik 1957 von Reinhold Speier und seinem Sohn Ernst gegründet wurde. Geschlossen wurde sie um das Jahr 2000. Ernst Speier verstarb 2011.


Form 54-25
mit Label SP Hillscheid



Form 79-20



Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.

Jasba


Form 580-19
Dekor Jaspatina




 Form 581 
in unterschiedlichen Größen und Dekoren

- 8
Dekor Cortina


- 12
Dekor unbekannt


Form 582 
in unterschiedlichen Größen und Dekoren

- 7
Dekor unbekannt



- 15
Dekor Jaspatina




- 18
Dekor Jaspatina





Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.

Ruscha

Wie bereits bei Scheurich vorgetragen, haben Firmen Formnummer mehrfach verwendet. Für Ruscha sind aber bisher nur vereinzelt Formnummern bekannt.

Form 320-1



Form 328



Form 717-2
Dekor unbekannt


Anhand dieser beiden Exemplare kann man deutlich erkennen, daß sie von unterschiedlichen Dekorateuren gestaltet wurden. 



Form 802


Form 814
Zweite Ausformung


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