2/09/2012

Ja-We-Keramik, JAWE, JAWE-Edelkeramik

Die beiden Solinger Schulkameraden Kurt Westen (1918-1982) und Herbert Jahn (1918-2001) gründeten kurz nach Ende des WK II eine keramische Werkstatt. Beide hatten aber vorher, der Tradition Solingens als Stahlwarenstadt folgend die Fachschule für Stahlwaren besucht. Westen bildete sich dann als Autodidakt und durch Besuche keramischer Werkstätten als Keramiker weiter. Jahns Ausbildungsschwerpunkt waren Zeichnen und Entwurf.
Die von Herbert Jahn und dem Maler Walter Berg entwickelten Formen und Dekore waren so erfolgreich, daß man sich schnell nach einem größeren Firmenstandort umsehen mußte. Diesen fand man auf Gut Böckerhof und nannte sich kurzer Hand Werkstatt Gut Böckerhof. Vielleicht war dieser Name zu sperrig, denn er wurde schnell durch Ja(hn)-We(sten)-Keramik ersetzt, hieraus wurde dann ein JAWE, das dann noch den Zusatz Edelkeramik erhielt.
In Handarbeit wurden hochwertige Zierkeramiken, später auch Wanddekorationen und Service hergestellt. Typisch sind aufwendige Malereien in Unterglasurfayence-Technik.
Aufgrund der steigenden Nachfrage mußte zu Beginn der 1950er Jahre die Produktion auf Serienfertigung mit standardisierten Dekoren umgestellt werden. Herbert Jahn entschloß sich daher 1954 das Unternehmen zu verlassen und wieder stärker als freischaffender Künstler tätig zu sein.
Mit einer relativ gleichbleibenden Produktionspalette führte Kurt Westen das Unternehmen nun alleine weiter. Mit seinem Tode 1982 wurde die Produktion eingestellt und die JAWE-Edelkeramik erlosch.


Form 14, Dekor Castell




Form 38, Dekor Kranich





Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

Otto-Keramik

Der Firmengründer Otto Gerharz (*1927) begann 1942 ein Studium an der Fachschule in Höhr-Grenzhausen mit Schwerpunkt Entwurf und Dekor. Dieses mußte er kriegsbedingt unterbrechen und konnte es erst 1946 wieder aufnehmen, wobei er jetzt seinen Schwerpunkt im chemisch-technischen Bereich setzte. Seinen Abschluß als Keram-Ingenieur machte er 1948 mit einer Arbeit über keramische Glasuren. Anschließend war er als Labortechniker und Berater in der Industrie tätig. 1951 machte ihn Ruscha zum Betriebsleiter, wo er eine Vielzahl von Glasuren entwickelte, die nicht unerheblich zum Unternehmenserfolg beitrugen.
1964 entschloß er sich, seine bisher gesammelten Erfahrungen und Erfolge in einem eigenen Unternehmen umzusetzen und weiterzuführen und gründete die Otto-Keramik in Rheinbach. Die Produktion umfaßte und umfaßt Zierkeramiken wie Vasen, Vasenobjekte, Wandbilder und Blumenübertöpfe mit ungewöhnlichen Glasuren. Als zusätzlicher Kundenservice wurden die Standflächen gleich nach der Herstellung mit Filz versiegelt. Daher sind sie auch nicht gemarkt, sondern wurden nur mit einem Aufkleber "Otto-Keramik" versehen. Anhand des Filzbodens und der Glasuren lassen sie sich aber relativ leicht identifizieren.


Flaschenvase, Form unbekannt


Doppelhenkelvase, Form unbekannt


Vase, Form unbekannt


Henkelvase, Form unbekannt


Vasenobjekt, Form unbekannt


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

2/08/2012

Studiokeramik Signaturen

Hier werden nur die Marken vorgestellt, weitere Information finden sich unter dem Namen des jeweiligen Keramikers, der jeweiligen Keramikerin.

Arno Kiechle


Friedrich (Fritz) Hudler


Werkstattgemeinschaft Ingeborg Zenker und Gerburg Karthausen
Hier mit einem zusätzlichen K für Gerburg Karthausen


Gerhard Bauer


Heinz Pelzer


Jopeko

Form 44-20


Form 308-36


Form 403-16


Form 906-16


Form Unbekannt, Dekor Paris


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Jasba

Form unbekannt


Form 15?-22


Form 130-28


Form 131-21


Form 233-30, Dekor Cortina
Bei der linken Vase wurde der Henkel entfernt.


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

Dümler und Breiden

Form 41-30
Relief Serie


Form 135-15


Form 334-21


Form 700-17


Form 1107-26




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Johannes Gebhard

Johannes Gebhard (*1930) absolvierte zwischen 1948 und 1951 eine Töpferlehre in Bürgel. Anschließend studierte er bei Hubert Griemert an der Werkkunstschule in Krefeld und an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart. 1956 legte er seine Meisterprüfung ab. Im gleichen Jahr wurde er Leiter der Keramikabteilung an der Muthesius-Werkkunstschule in Kiel. Diese Position hatte er bis 1968 inne, 1970 erhielt er einen Ruf als Dozent an die Kieler Fachhochschule. Zu seinen Kieler Schülern gehörten Rolf Ernst Schröder und Uwe und Inke Lerch.
Schwerpunkt seiner Arbeit sind reliefplastische Strukturen mit keramischer Farbgebung und frei aufgebaute vegetabile Formen.

Auszeichnungen:

1967 Silbermedaille in Istanbul
1972 Aufnahme in die internationale Akademie für Keramik in Genf
1973 Westerwaldpreis für "freigestaltete keramische Plastik"

Carstens Tönnieshof

Form 40-41


Form 125-10


Form 482-13


Form 484


Form 7065-25



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Antje Brüggemann-Breckwoldt

Antje Breckwoldt (*1941) begann 1961 eine Töpferlehre, die sie 1963 mit der Gesellenprüfung abschloß. Danach ging sie an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und wurde Schülerin von Jan Bontjes van Beek. Von dort wechselte sie 1965 an die Hochschule für Bildende Künste (jetzt Gesamthochschule) in Kassel und wurde Meisterschülerin bei Walter Popp. Ein Jahr später eröffnete sie ihr eigenes Studio. Durch ihre Eheschließung mit dem Bildhauer Volker Brüggemann kehrte sie nach Kassel zurück und war von 1969 bis 1970 Assistentin von Walter Popp. 1970 ließ sie sich auch mit eigenem Studio in Bad Hersfeld nieder.
Zu ihrer Produktpalette gehören Vasen, (Vasen-)Plastiken und Reliefs.

1969 erhielt sie den 1. Richard Bampi Preis; daneben nahm sie an zahlreichen Ausstellungen teil.

11/13/2011

Roth

Form 30-31 und -37



Form 1820


Form 3040


Form 3051


Form 4100



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