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11/28/2012

Ralf Busz

Ralf Busz (*1939) war Schüler von Walter Popp an der Kunsthochschule in Kassel. Diesem folgte er 1979 als Professor für Keramik nach. Diesen Lehrstuhl hatte er bis zu seiner Emeretierung 2004 inne; mit seinem Ausscheiden wurde die Keramikklasse geschlossen. Er befaßte sich mit Gefäßkeramik und war ein ausgewiesener Glasurspezialist. Insbesondere interessierten ihn Kristallglasuren:
"Kristallglasuren sind Bilder dynamisch wuchernder Wachstumsprozesse. Ihre Strukturen und Texturen zeigen Wechselwirkungen, Verhaltensmöglichkeiten und Zustandsänderungen ihrer Stoffkomponenten. Die Kristallisationen haben ein strukturales Verhalten, wie es auch in Wirbelbildungen fließenden Wassers oder der Maserung von Holz sichtbar wird..."

Wenn man im Internet nach Ralf Busz sucht findet man über ihn selbst fast nichts, aber eine ellenlange Liste von ehemaligen Schülern. Hierzu gehören unter vielen anderen Jochen Brandt (Professor für Freie Kunst Keramik am Institut für Künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen), Harald Jegodzienski (Maler und Keramiker), Caroline Bohlmann (Meisterschülerin), Michael Üffing (Keramiker), Lutz Könecke (Keramiker), Mia Hochrein (Meisterschülerin), Bernd Fischer (Maler und Keramiker), Dorine Crass, Sabine Classen und  Hildegard Eggermann (Keramikerin in der Keramischen Werkstatt Margarethenhöhe/Essen).


kleiner Krug
Lt. einer Mitteilung, die ich von Prof. Busz erhielt, stammt der Krug nicht von ihm. Seines Wissens nach gibt es mehrere Keramiker, die eine der seinen (gespiegeltes R mit verbundenem B) sehr ähnliche Signatur benutz(t)en.



Signatur



Literatur von und über Ralf Busz:

Kunst im Keramion 1: Ralf Busz, Ursula Busz, Frechen 1972

Busz, Ralf und Peter Gercke (Hrsg.): Türkis und Azur - Quarzkeramik in Orient und Okzident. Zur Ausstellung im Ballhaus am Schloß Wilhelmshöhe und im Schloß Wilhelmstal vom 18. Juli bis zum 3. Oktober 1999. Wolfratshausen 1999

Siemen, Wilhelm (Hrsg.): Keramik - Kassel - Porzellan: Professor Ralf Busz und seine Studenten gestalten Porzellan. 1994

2/08/2012

Antje Brüggemann-Breckwoldt

Antje Breckwoldt (*1941) begann 1961 eine Töpferlehre, die sie 1963 mit der Gesellenprüfung abschloß. Danach ging sie an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und wurde Schülerin von Jan Bontjes van Beek. Von dort wechselte sie 1965 an die Hochschule für Bildende Künste (jetzt Gesamthochschule) in Kassel und wurde Meisterschülerin bei Walter Popp. Ein Jahr später eröffnete sie ihr eigenes Studio. Durch ihre Eheschließung mit dem Bildhauer Volker Brüggemann kehrte sie nach Kassel zurück und war von 1969 bis 1970 Assistentin von Walter Popp. 1970 ließ sie sich auch mit eigenem Studio in Bad Hersfeld nieder.
Zu ihrer Produktpalette gehören Vasen, (Vasen-)Plastiken und Reliefs.

1969 erhielt sie den 1. Richard Bampi Preis; daneben nahm sie an zahlreichen Ausstellungen teil.

11/13/2011

Dieter Crumbiegel

Dieter Crumbiegel (*1938) studierte ab 1957 Kunstpädagogig, Malerei und Keramik an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Im Bereich Keramik war er Schüler von Walter Popp. 1961 legte er sein Staatsexamen ab und eröffnete 1964 eine Werkstatt in Fulda. 1965 erhielt er einen Lehrauftrag am Pädagogischen Institut Fulda, Schwerpunkt waren hier Gefäßkeramiken. Ein weiterer Lehrauftrag, diesmal für Baukeramik, folgte 1971 durch die Staatliche Fachschule für Keramikgestaltung in Höhr-Grenzhausen.

Crumbiegel befaßt sich in seinem Werk mit Wanddekorationen, Reliefbildern, sowie Plastiken, Vasen und Schalen.

Auszeichnungen:

1974 Staatspreis Rheinland-Pfalz
1975 Westerwaldpreis


Wie immer bin ich für jeden weiterführenden Hinweis dankbar.

10/25/2010

Heidi Kippenberg

Heidi Kippenberg wurde 1941 in Berlin geboren. In den Jahren 1962 - 1963 absolvierte sie ein Praktikum bei Wilhelm Kuch. Danach studierte sie bis 1967 an der Hochschule für bildende Künste in Kassel bei Ernst Röttger (Vorlehre) und Walter Popp, dessen Assistentin sie zeitweise war. 1968 eröffnete sie eine eigene Werkstatt in Buch-Weisenhof. Studienreisen führten sie nach Kolumbien, England, die Türkei und Japan. Zwischen 1983 und 1988 lebte sie auf Jamaika, kehrte aber 1991 endgültig nach Deutschland zurück. Seit 2006 ist sie in Deitersheim ansässig.
Heidi Kippenberg erhielt verschiedene Auszeichnungen, hatte Ausstellungen im In- und Ausland. Ihre Arbeiten sind in allen wichtigen deutschen Keramikmuseen vertreten.

Informationen zu ihre aktuellen Arbeiten findet man unter: www.heidi-kippenberg.de.

Vase, signiert und datiert (19)85
Aufgrund einer Mitteilung von Heidi Kippenberg, die mich über Umwege erreichte, ist diese Vase nicht von ihr. Weiterhin teilte sie mit, daß sie die Jahreszahlen unter das HK schreibt.


Signatur


Wie immer bin ich für jeden weitergehenden Hinweis dankbar.