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8/07/2015

Otto Kalamba, Neschwitz in der Oberlausitz


Form unbekannt



Form unbekannt




Form unbekannt



5/23/2014

Studiokeramik Signaturen aus der DDR

Hier werden nur die Marken vorgestellt, weitere Information finden sich unter dem Namen des jeweiligen Keramikers, der jeweiligen Keramikerin.

Albert Kiessling



Ton- und Majolikafabrik Max Neumann
Keramiken mit dieser Markung werden insbesondere in den USA immer wieder Carl Fischer zugeschrieben. 
Meine Informationen stammen aus dem Keramikmuseum Bürgel.


Carl Fischer - Bürgeler Kunstkeramische Werkstätten

Stempelmarke CF


Marke der Bürgeler Kunstkeramische Werkstätten
zeigt ein B über K und W und darunter die Ortsbezeichnung Bürgel


Gerhard Meisel


Walter Gebauer


Otto Kalamba


6/14/2010

Otto Kalamba, Neschwitz in der Oberlausitz

Aufgrund neuerer Informationen wurde der Artikel überarbeitet

Als ich zum ersten und bisher einzigen Mal eine Vase von Otto Kalamba entdeckte, war ich ob der Marke mit der Elster etwas irritiert, da ich eine Elster als Marke bisher nur von Elsterwerda kannte. 
Bereits um 1850 wurden an der Stelle der späteren Kunsttöpferei Tonerzeugnisse hergestellt. 1939 wurde der Betrieb dann von Margarethe und Otto Kalamba übernommen. Nach dem Tode von Margarethe 1956 firmierte die Manufaktur als Kunsttöpferei Otto Kalamba und Sohn Neschwitz. Otto Kalamba ist vermutlich 1966 verstorben, sein Sohn Hans Georg vermutlich 1978/79. Die Besitzverhältnisse zwischen 1966 und 1978 sind derzeit nicht geklärt. Seit 1979 führte Ruth Kalamba (das Verwandschaftsverhältnis zu Otto und Hans Georg ist unbekannt) den Betrieb zusammen mit 9 weiteren Frauen. Es wurden bis zu 4000 Vasen monatlich hergestellt. Vertrieben wurden die Produkte überwiegend im Raum Sachsen.
Otto Kalamba hatte eigenen Formen und ca. 20 Dekore entworfen, für deren Herstellung hat er teilweise sogar eigenes Handwerkszeug entwickelt. Ebenfalls gehen die Glasuren auf von ihm hergestellte Rezepte zurück.

Unter dem letzten Inhaber Victor Fullant wurde der Töpfereibetrieb 1990 aufgelöst. 


Marke


Eine Form, drei verschiedene Dekore




Form unbekannt




Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Produktionzeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

6/11/2010

Studiokeramik in der DDR

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges fanden sich sämtliche Keramikhersteller auf dem Gebiet der ehemaligen DDR plötzlich in einem total veränderten politischen Umfeld wieder. Während die großen Hersteller wie die Unternehmen des Carstens-Konzerns in Rheinsberg, Gräfenroda oder Georgenthal und andere wie z.B. Elsterwerda ziemlich schnell in Volkseigenen Betriebe umgewandelt wurden, blieben die Familientöpfereien und auch die kleinen Manufakturen vorerst freier in ihrem Unternehmertum und waren nicht so stark in die staatlich gelenkte Wirtschaft eingebunden.
Im Gegensatz zu den durch Planziele und Vorgaben bezüglich des Designs (Formgestaltung in der Terminologie der DDR) gelenkten Produktionen der VEBen konnten sich die kleinen Unternehmen in verschiedenen Nischen einrichten. Sie unterstanden hinsichtlich der Entwicklung von Formen und Dekoren nicht so stark der staatlichen Aufsicht und konnten daher teilweise auch eine eigene Formensprache entwickeln.
Generell kann man sagen, daß sich ihre Inspirationen und Entwicklungen aus zwei Quellen speisen. Dies ist zum einen die traditionelle Töpferei in den verschiedenen Landschaften, wie z.B. in Bürgel, wo Walter Gebauer und Carl Fischer (die beide die Keramische Fachschule in Bunzlau besucht hatten) mit überkommenen Formen und Dekoren experimentierten.
Der andere Impulsgeber kommt aus der Arts and Crafts-Bewegung den deren Ableitungen in Deutschland wie dem Bauhaus und der Burg (gemeint ist Burg Giebichenstein) in Halle. Hier sei auf Hedwig Bollhagen und Heiner Hans Körting verwiesen. Es kam aber auch zu Überschneidungen zwischen dem künstlerischen und dem traditionellen Handwerk; so hatte Walter Gebauer eine Dozentur an der Burg inne.
Einige Töpfereien wie Gramann, Piesche und Kalamba entwickelten eine unverwechselbare Dekorsprache mit einem hohen Wiedererkennungswert, andere wie Heiner Hans Körting und Erhard Goschala befaßten sich weniger mit Dekoren im eigentlichen Sinne, als mit der Oberflächengestaltung und Glasuren und suchten hier nach künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten.
Nicht unerwähnt bleiben soll, daß aufgrund der (Ein-)Geschlossenheit des Systems DDR die Abnahme handwerklicher Prüfungen sich in den frühen Jahren auf wenige „Fixsterne“ konzentrierte. So hat die inzwischen ältere Töpfergarde wie Herbert Schulze, Christian Richter oder Monika Pritzel ihre Gesellen- oder Meisterprüfung bei Hedwig Bollhagen abgelegt.