Posts mit dem Label Westerwald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Westerwald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2/08/2014

Unbekannte Firmen

Hier mal wieder Neues aus der Rätselecke. Wie immer bin ich für jeden Hinweis (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.


ohne jede Markung



Handtuchhalter, ohne jede Markung


Vogelmarke, 
Keramiken mit dieser Marke kommen öfter vor, leider ist es bisher noch nicht gelungen, die Marke aufzulösen.




Westerwälder Keramik, gemarkt 163-2 Handarb.




10/20/2012

Hafner Keramik

Unbekannt



Unbekannt


Unbekannt, vermutlich Westerwald


Gemarkt Schermbeck
Lt. Wikipedia waren zum Ende des 19. Jahrhunders ca. 25-30 Töpfer in Schermbeck tätig, vielleicht kann ja einer meiner geschätzten Leser diesen Krug zuordnen.




Wie immer bin ich für jeden weiterführenden Hinweis dankbar

10/14/2009

Das Kannenbäckerland

Das Kannenbäckerland ist Teil des Westerwaldes. es erstreckt sich mit seinen Hauptorten Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, Siershahn und Ebernhahn nordöstlich von Koblenz. Seinen Namen verdankt es dem dortigen Sprachgebrauch, da der Brennvorgang als Backen bezeichnet wurde, ebenso, wie der Töpfer ortsüblich Äuler hieß.
Durch seinen Ton- und Waldreichtum und der Nähe zum Rhein (als wichtigster Transport- und Handelsweg) begünstigt wurden hier schon in römischer Zeit Keramiken produziert. Seit dem 17. Jahrhundert gehört das Kannenbäckerland zu den Zentren der Keramikproduktion.
Sein typisches Erzeugnis ist das salzglasierte blaugraue Steinzeug, das wohl noch jeder aus dem Haushalt seiner Eltern oder Großeltern kennt. Es wurden und werden Haushalts- als auch Gebrauchsgeschirre wie Kannen, Krüge, Töpfe und Fässer hergestellt. Diese werden traditionell mit floralen oder ornamentalen Motiven verziert, es finden sich aber auch Tierdarstellungen. Einfach Produkte wurden nur bemalt, aufwändigere Waren wurden zusätzlich in Reeds-(Einritzen) und Kniebis(Eindrücken)-Technik dekoriert.
Mit Beginn der Industrialisierung und der damit verbundenen aufkommenden Massenproduktion war man sich auch im Kannenbäckerland bewußt, daß man geschulte und qualifizierte (Mit-)Arbeiter benötigt. So entschloß man sich 1879 zur Gründung einer Fachschule für Keramik, welche heute noch als Fachschulen für Keramikgestaltung und Keramiktechnik besteht. Das ein entsprechender Bedarf bestand kann man auch daran erkennen, daß es noch in den 1930er Jahren ca. 150 Betriebe gab, davon entfielen auf Höhr-Grenzhausen 60, Baumbach 36 und Ransbach 24 Werke, der Rest verteilte sich auf die kleineren Orte.
Auf der anderen Seite setzte durch das Aufkommen neuer Werkstoffe ein Verdrängungsprozess ein. Typische Produkte wie Einmachtöpfe, Bierkrüge und Mineralwasserflaschen wurden durch Weckgläser und Konservendosen, Biergläser und Glasflaschen ersetzt.

In Höhr-Grenzhausen saßen u.a. die Fabrik von Dümler & Breiden sowie die Manufakturen von Elfriede Balzar-Kopp, Kunow-Drossé und Wim Mühlendyck. Eduard Bay (Bay-Keramik), Wilhelm August Fohr, Jakob Vetter und Johann Übelacker (Ü-Keramik) hatten ihren Sitz in Ransbach, Jakob Schwaderlapp (Jasba) und Johann Peter Korzilius (Jopeko) hatten ihre Werke in Baumbach.

9/20/2009

Montanus & Remy

Montanus & Remy wurde von Horst Montanus und Günter Remy in Höhr-Grenzhausen gegründet. Das Unternehmen besteht bis heute und produziert Zier- und Gebrauchskeramik sowie Devotionalien. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Unternehmen Marzi & Remy, welches ebenfalls in Höhr-Grenzhausen seinen Sitz hatte.
Ein typisches Erkennungszeichen sind die "Nuppen" am Gefäßkörper.


Form 7-20




Form 21-22



Form 25-11



Form 40-15




Ritzmarke



Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

Söndgen / Soendgen

Die "Wilhelm Söndgen GmbH" wurde 1893 in (Wachtberg)-Adendorf gegründet und befaßte sich mit der Herstellung des typisch salzglasierten westerwälder Steinzeugs. 1949 wurde die Produktion auf Zierkeramik umgestellt. Heute gehört das Familienunternehmen mit 2 Standorten zu den modernsten Betrieben zur Herstellung von Hohlkeramik (Vasen, Übertöpfe ect.).

nicht gemarkt, keine Formnummer


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

7/08/2009

Hafner Keramik

Die Hauptaufgabe des Hafners war es, die regionale Bevölkerung mit Gebrauchsgeschirr zu versorgen. Aber auch überregionale Messen und Märkte wurden mit den Erzeugnissen beschickt. Töpferorte finden sich von Flensburg bis Kandern und von Raeren bis Görlitz, aber auch in den ehemaligen deutschen Ostgebieten, wobei hier der bekannteste Name Bunzlau in Schlesien sein dürfte. Daneben gab es aber auch in dem von Deutschen besiedelten Teil Siebenbürgens eine reichte Töpfertradition.
Mit der Zeit kristallisierten sich regionale Traditionen heraus, die (regionalspezifische) Formen, Dekore, Farbgebung oder Glasuren umfassen. Als Beispiele seien hier Siegburg, der Westerwald und Marburg angeführt. Typische Siegburger Produkte sind im 15. und 16. Jahrhundert sogenannte Ratskannen, Schnellen, Jacoba-Kannen und Trichterbecher. Produkte aus den Töpfereien im Westerwald erkennt man an der überwiegend blau-weißen Salzglasur. Marburg zeichnet sich durch seine "aufgelegte Ware" aus, die Verzierungselemente wurden mit der freien Hand geformt und dann dem Gefäßkörper aufgelegt.

Deckeldose, vermutlich 20. Jahrhundert
Marburg



Spardose, vermutlich 20. Jahrhundert
Herkunft unbekannt


Kleiner Krug, vermutlich 20. Jahrhundert
Herkunft unbekannt


Schälchen, vermutlich 19. Jahrhundert
Herkunft unbekannt


Kleine Kanne, vermutlich 20. Jahrhundert
Herkunft unbekannt


Kleine Kanne, vermutlich 20. Jahrhundert
Herkunft unbekannt


Kerzenleuchter, vermutlich 20. Jahrhundert
Herkunft unbekannt


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (insbesondere zu den Produktionsorten) bin ich für jede Mitteilung dankbar.