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11/26/2012

Händler - Großhändler

Wie bereits unter Ferdi Keramik, Flix-Keramik, Lehnhäuser und Guido Riffarth (Ri-Keramik) ausgeführt, gab es nicht nur Produzenten sondern auch (Groß-)Händler. Die Händler kauften entweder Chargen der Produzenten auf und versahen sie dann mit ihrem Firmenlabel oder sie ließen bei bekannten Herstellern (Marzi & Remy, Eckhardt & Engler, Ü-Keramik, Eiwa, Kreutz und anderen) eigenen Linien oder zumindest Ware mit eigenen Dekoren produzieren.
Weitere Handelsunternehmen sind Wekara (Walter Krumeich) und Favorit-Keramik. Daneben gibt es Innenausstattungsunternehmen, die ebenfalls als Aufkäufer und Auftraggeber tätig waren und tätig sind. Hierzu gehören Gunther Lambert und formano.


Wekara
Form 221, ca. 1933
Hersteller vermutlich Marzi & Remy




Favorit-Keramik
Form 4814-1
Hersteller Eckhardt & Engler





Gunther Lambert





formano

Label


Vom dänischen Keramiker Aage Würtz hergestellte Vase mit formano-Label


Signatur



Wie immer bin ich auch hier für jeden weiterführenden Hinweis dankbar.

3/16/2011

Ilkra Edelkeramik J. L. Knödgen, Ransbach-Baumbach

Bereits Jacob Leopold Knödgens Vater besaß eine Steinzeugfabrik in Höhr. 1892 entschloß sich Knödgen zur Gründung eines eigenen Unternehmens, der "Erste Ransbacher Feinsteinzeug-Fabrik J.L. Knödgen". Das Fertigungsprogramm umfaßte typische Westerwälder Produkte wie Bierkrüge, Weinkannen und Bowlen. Zwischen den Kriegen wurde die Produktion auf Gebrauchskeramiken umgestellt. Nach dem WWII wurde das Angebot an Zierkeramik auf Betreiben von Richard Knödgen, welcher die Firma 1936 übernommen hatte, wieder aufgenommen und stark erweitert. Besonders nach 1955 zeichnen sich die Keramiken durch ihre aufwendigen Dekorationen aus. Als Entwerfer in dieser Zeit werden Ernst Werner (Schwiegersohn von Richard Knödgen), Josef Koch und Edmund Peter genannt. 
1969 stirb Richard Knödgen und sein Sohn Leo übernimmt das Unternehmen. Bereits zum Ende der 1960er Jahre kriselte der Absatz an Zierkeramiken, so stellte man 1970 die Produktion auf Pflanzenübertöpfe um. 1995 wurde die Firma veräußert.

Ilkra gehörte auch zu den Unternehmen, die für Riffarth Sonderserien fertigte.


Firmenlabel


Form 104-12
Dekor Kairo, ca. 1956
Den Dekor gibt es mit waagerechten als auch horizontalen Streifen.



Form 210-11



Form 222-15


Form 1006-20


Form 1027-10
Form und Dekor wurden ursprünglich von der Firma Clemens & Huhn entworfen. Nach der Geschäftsaufgabe von Clemens & Huhn erwarb Ilkra diverse Formen und produzierte sie unter dem eigenen Label weiter.



Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionzeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar

11/12/2010

Guido Riffarth

Riffarth war in den 1950er Jahren einer der bedeutendsten Großhändler für Keramiken aller Art. Der Fachhandel wurde mit Zier- und Gebrauchskeramiken beliefert und fast alle Blumengeschäfte im alten Bundesgebiet mit Vasen und Übertöpfen. Vertrieben wurden diese Produkte unter den eigenen Labels Ri-Keramik oder Riffrath-Keramik
Hergestellt wurden die Waren nach internen Entwürfen zuerst in den Meilinger Werkstätten in Pfronten, später kamen auch Aufträge für Ilkra und Ü-Keramik hinzu.
Desweiteren wurden wohl auch Produkte anderen Manufakturen aufgekauft und mit den eigenen Firmenlabels versehen, siehe Kreutz-Keramik.

Ri-Keramik Label


Die dazugehörige Kreutz Vase, Form unbekannt


Hier mit der Kreutz Vase Form 406



Wie immer bin ich für jeden weiterführenden Hinweis dankbar.

11/11/2010

Ü-Keramik - Uebelacker

Johann Uebelacker, seines Zeichens Zinngießermeister, eröffnete 1909 eine Zinngießerei in Ransbach. Später kam erst ein Großhandel für Steinzeug hinzu, dem eine eigene Produktionsstätte für Terrakotta folgte. In den 1920er Jahren ging man zur Herstellung von Feinsteinzeug über und in den Jahren nach 1930 wurde glasierte Zierkeramik ins Sortiment aufgenommen.
Nach dem Tode von Johann Uebelacker ging das Unternehmen auf seine drei Söhne über, welche es erfolgreich weiterführten. Um 1955 gehörte Ü-Keramik zu den größten Produzenten der Region. Bereits 1949 wurde das Schwesterunternehmen Siershahner Feinsteinzeugfabrik gegründet. Beide Unternehmen zusammen hatten zeitweilig über 550 Mitarbeiter. Aufgrund der bisherigen positiven Entwicklung und um die skandinavischen Märkte besser zu betreuen entschloß man sich zum Erwerb und Ausbau einer Keramikfabrik in Irland. Leider entwickelte sich daß Irlandprojekt zu einem finanziellen Debakel. Als Folge mußte zuerst das Werk in Siershahn geschlossen werden. 1990 meldete auch das Stammwerk in Ransbach Konkurs an.

Neben der Herstellung eigener Entwürfe, stellte Ü-Keramik auch Sonderanfertigungen im Auftrag des Großhändlers Guido Riffarth her.


Form 1233-21



Form 565-25


Form 308-18



Form 120-15


Form 101-12



Übelacker benutzte Preßstempel, Farbstempel und Label





Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionzeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

6/23/2009

Kreutz Keramik

Kreutz wurde vermutlich 1958 von Helmut Kreutz in Haiger-Langenaubach gegründet. Kreutz-Keramiken stiften bei der Zuschreibung immer wieder Verwirrung, da das Untermehmen vermutlich auch für andere Manufakturen tätig (es gibt Hinweise, daß Kreutz für Montanus und Remy gearbeitet hat) war. Daneben hat auch das Großhandelshaus Riffarth Kreutz Keramiken mit den eigenen Labels Ri-Keramik oder Riffarth-Keramik versehen.


Form 205



Form 208



Form 406



Form unbekannt
 mit Ri(ffart)-Label


Beide Vasen im Vergleich


Label


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionzeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.