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11/02/2018

VVB / VEB Rheinsberg

Eine Firmendarstellung folgt


Form 1


Form 160-7


Form 180-1




VVB Reinsberg, zugeschrieben

Form 113



Marken

Preßmarke 
Diese Marke wurde auch schon von Carstens Rheinsberg benutzt


Die Zuschreibung dieser VVB Marke zum VEB Rheinsberg ist nicht 100% gesichert.


Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.

11/16/2010

Silberdistel

Die Firma Silberdistel, Keramische Werkstätten Breu & Co. wurde kurz nach Kriegsende von Johann und Grete Breu in Gevelsberg gegründet. Von 1947-1948 lag die künstlerische Leitung in den Händen des bekannten Keramikers Walter A. Heufelder. Zum Sortiment gehören Zier- und Gebrauchskeramik.
2005 wurde das Unternehmen unter Beibehaltung des Firmennamens von der Carstens Keramik Rheinsberg GmbH übernommen.

Form unbekannt



Form unbekannt



Form 300-31



Form 80-23



Marke


Label


Anhänger (Vorder- und Rückseite)




Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionzeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung dankbar.

7/14/2009

Siegfried Möller

Obwohl Siegfried Möller in den 1920er und 1930er Jahren ein sehr einflußreicher Keramiker war, sind Angaben zu seiner Biographie eher spärlich zu finden. Geboren wurde er 1896 in Altona, verstorben ist 1970 in Kiel.
Vor 1926 war er künstlerischer Leiter des Werkes 2 der Hirschauer Steingutfabriken C. & E. Carstens. Nach Schließung dieses Werkes war er von 1926 bis 1927 künstlerischer Leiter der Rheinsberger Keramik (Unterabteilung der Rheinsberger Keramikfabrik C. & E. Carstens). 1930 kam er nach Elsterwerda, um dort eine Kunstkeramische Werkstatt einzurichten. Zwar war er nicht damit beauftragt worden, auch keramische Entwürfe zu liefern, tat es aber unaufgefordert. Diese Entwürfe gehören meiner Meinung nach zum Besten, was Elsterwerda hergestellt hat. 1931 verließ er Elsterwerda und wechselte zur Elmshorner Steingutfabrik C. & E. Carstens. Dort blieb er bis 1933.
Insgesamt wurde er zwischen 1923 und 1935 von fünf Steingutfabriken beauftragt, dort kunstkeramische Werkstätten einzurichten. Daneben war er auch noch für andere Manufakturen tätig, so lieferte er in den 1920er Jahren Entwürfe für die Hamelner Töpferei GmbH und ab 1936 (bis 1969) für die Fürstenberger Porzellan Manufaktur.
Nach 1935 wurde er Lehrer an der Nordischen Kunsthochschule Bremen (heute Hochschule für Künste Bremen).
Nach dem Kriege war er für die Keramik Manufaktur Kupfermühle (KMK) tätig. Für KMK schuf er 1955 einen seiner bekanntesten Entwürfe, das Service Siena.
Schüler von Möller sind unter anderen Elisabeth Pluquet-Ulrich, Siegfried Schneider-Döring, Walburga Külz und Liebfriede Bernstiel.

Sollte jemand weitere Angaben zu Siegfried Möller machen können, bin ich für jeden Hinweis dankbar.

Kaffeekanne aus dem Service Siena für die Keramik Manufaktur Kupfermühle




dazugehöriges Stövchen 
Das Stövchen hat keine Standfläche aus Keramik, sondern einen Metallrost, der hier leider fehlt.



6/10/2009

Carstens Konzern

Am 30.04.1878 erwarb Christian Hinrich Carstens die Großhandlung Carstens & Stahl in Elmshorn und legte damit den Grundstein für einen der größten deutschen Keramikkonzerne. 1892 oder 1901* übernahmen seine Söhne Christian I (+ 1929) und Ernst (+ 1925) (daher C&E Carstens) einen abgewirtschafteten Keramikbetrieb in Rheinsberg. Hier bauten sie zusätzlich eine eigene Werkssiedlung.
Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges umfaßte der Konzern neben den Werken in Elmshorn und Rheinsberg Werke in Haldensleben, Rathenow, Velten (nicht zu verwechseln mit Velten-Vordamm), Gräfenroda, Georgenthal, Creussen, Wallhausen, Sorau, Blankenhain, Lübeck, Reichenbach, Zeven und Hirschau. In den Hochzeiten wurden bis zu 6000 Mitarbeiter beschäftigt.
Nach Ende des Krieges und der Aufteilung Deutschlands unter den Siegermächten lagen die meisten Werken in der SBZ (sowjetisch besetzte Zone). Aufgrund der sich dort abzeichnenden Entwicklung orientierten sich Ernst (Sohn von Christian) Carstens und dessen Sohn Christian II nach Westen und fanden 1946 in Fredelsloh bei Moringen einen neuen Standort (Carstens Tönnieshof). 1948 wurden alle ostdeutschen Werke enteignet und in volkseigene Betriebe überführt. 1977 mußte das Werk in Fredelsloh Konkurs anmelden. Allerdings hatte der Sohn von Christian II Christian Carstens jun. bereits 1973 ein weiteres Werk in Fredelsloh gegründet.
1990 wurde das Werk in Rheinsberg zurück erworben. Von Rheinsberg aus wurde 2005 auch die Marke Silberdistel übernommen.

*1892 Angabe auf der Homepage von Carstens Rheinsberg; 1901 Angabe auf der Homepage von Carstens Fredelsloh