11/17/2016

Wächtersbach


Form 6297


Form unbekannt
Dekor 6438 (Mainz)



Form 6609-2 & -3
Dekor 2940



Form 10203
Dekor Taxis




Sofern jemand weitergehende Angaben machen kann (Dekornamen, Entwerfer, Produktionszeitraum ect.) bin ich für jede Mitteilung (mail an fl.wulf (at) gmx.de) dankbar.

Ernst Stauber

Ernst Stauber (1921-2003) besuchte von 1935-1936 die Töpferklasse an der Staatlichen Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen. Von 1936-1939 absolvierte er eine Töpferlehre bei Wim Mühlendyck, die er 1939 mit der Gesellprüfung ebenda abschloß. 1946 Teilnahme an einem Seminar für Formgebung bei Arthur Hennig und einem, weitere Seminar für Glasuren bei Lotte Schlundt. 1947 legte er die Meisterprüfung in Höhr-Grenzhausen ab. Bereits ab 1946 hatte er einen Lehrauftrag für Gefäßgestaltung an der Staatlichen Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen, den er bis zu seinem altersmäßigem Ausscheiden 1983 beibehielt.
1954 erhielt er eine Silbermedallie bei der Trienale in Mailand für Salzglasiertes Steinzeug. Beim Westerwaldpreis für Keramik 1975 erhielt er eine Auszeichnung.




Signatur


Jürgen Riecke

Jürgen Riecke (1927-1997) begann seine berufliche Laufbahn 1947 halbwegs als Autodidakt. Er arbeitet in einem Steinzeugbetrieb in Duingen und ließ sich dort die Grundkenntnisse vermitteln. 1950 eröffnete er bereits seine eigenen Werkstatt. 1959 erhielt er für seine Arbeit den Nachwuchspreis des Niedersächsischen Kunsthandwerks. Ab 1962 gab er Töpferkurse an der Volkshochschule und für Architekturstudenten an der Technischen Hochschule Hannover. Im gleichen Jahr wurde er in Prag mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. 1963 wurde er Mitglied des Deutschen Werkbundes und erhielt den Bayerische Staatspreis.
Von 1970-1973 studierte er Pädagogik und war seit dem als Lehrer und Töpfer tätig. 1977/78 hatte er einen Lehrauftrag für ästhetische Theorie an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden. Als Töpfer Teilnahme an Ausstellungen u.a. in Lissabon, Montreal und Tokio. 1983 erhielt er einen Preis im Wettbewerb der Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen.
Schwerpunkt seiner Arbeiten waren Gefäßkeramiken mit eigenen Glasuren und die Beschäftigung mit Salzbrand.



Signatur


11/13/2016

Uwe Rast, Krefeld

Uwe Rast (1931-2009) wurde in Erfurt geboren. 1954 nahm er an der Werkkunstschule Kiel ein Graphik-Studium auf. Dies ergänzte er ab 1956 in Wien um ein Design-Studium. Von 1959 bis 1961 besuchte er die Werkkunstschule Krefeld, Fachrichtung Keramik, wo er Schüler von Karl-Heinz Modigell war. Zusätzlich legte er 1960 die Gesellenprüfung ab. 1961 eröffnete er sein Atelier in Krefeld. Studienaufenthalte führten ihn nach Stockholm, Wien, Berlin, Paris und Kopenhagen. Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit unterrichtete er von 1964-1966 als Lehrer der Töpferwerkstatt der Kreisberufschule in Kempen und von 1966 bis 1968 als Zeichen- und Werklehrer an der dortigen Kreisrealschule.
Seine Arbeiten sind überwiegend Gefäßkeramiken, wobei er der Glasur sehr viel Aufmerksamkeit schenkte. 

1979 erhielt er den Staatspreis Manu Factum des Landes NRW.


Dose mit dem Wappen von Kempen
Die eindeutige Zuschreibung dieser Dose an Uwe Rast ist nicht gesichert, da die Signatur nicht vollständig ist. Vielleicht kann mir hier ein geneigter Leser weiterhelfen.



Signatur


 gesicherte Rast Signaturen*
Die Ählichkeit mit der obigen Signatur ist gegeben


*© dieser Abbildung bei THO vom Forum Potteryandglass

Signaturen Studiokeramik

Hier werden nur die Marken vorgestellt, weitere Information finden sich unter dem Namen des jeweiligen Keramikers, der jeweiligen Keramikerin.

Andreas Kastl


Elisabeth Grosser


IB Langelot


Ingeborg Zenker
Marke besteht aus einem ZK in einem Rechteck für die Werkstatt Zenker & Karthausen und einem ergänzten Z für Ingeborg Zenker. 


Klaus Menser


Studiokeramik Signaturen aus der DDR

Hier werden nur die Marken vorgestellt, weitere Information finden sich unter dem Namen des jeweiligen Keramikers, der jeweiligen Keramikerin.

 Erna Pfitzinger


Ilse Grohmann

Ein Leser meines Blogs informierte mich darüber, daß die Zuschreibung der Signatur zu Ingeborg Giebitz falsch ist. Damit wird Ingeborg Giebitz wieder zu einem Rätsel. Sollte einem meiner geneigten Leser die Keramikerin Ingeborg Giebitz bekannt sein, wäre ich für eine entsprechende Mitteilung dankbar.


Ralf & Gudrun Unterstab
Kunsttöpferei Unterstab (KTU)

Diese Marke wird oft einer Kerstin Unterstab zugeschrieben, im Zusammenhang mit der Werkstatt Unterstab hat es aber nie eine Kerstin Unterstab gegeben


Siegfried Gramann
Signatur liest sich T über R für Töpferhof Römhild


Udo Mertzdorf


Renate & Hans Heckmann, Schwäbisch Hall

Den Grundstein zur Töpferei Heckmann legte der Großvater von Hans Heckmann 1896. Georg Heckmann sen. produzierte Gebrauchskeramik in den regionalen Traditionen. Sein Sohn Georg Heckmann jun. führte die Arbeit seines Vaters weiter. Der Wandel setzte 1962 ein, als Hans Heckmann die Töpferei übernahm. Heckmann und seine spätere Ehefrau Renate lernten beide an der Staatlichen Werkschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen und waren dort Schüler von Hubert Griemert. Heckmann benutzte für seine Arbeiten den Westerwälder Ton und entwickelte neue Glasuren, daraus ergab sich eine eigenständige Handschrift der Werke. Ab 1965 betrieb der die Werkstatt gemeinsam mit Renate Heckmann. Während sich Hans mit freigedrehter Gebrauchskeramik befaßte, interessierte sich Renate für freie plastische Arbeiten.
Für ihr Schaffen wurden sie mit Preisen ausgezeichnet, so 1970 mit dem Staatspreis Kunsthandwerk Baden-Württemberg und 1980 mit dem Hessischen Staatspreis für das deutsche Kunsthandwerk.
2004 übergaben sie die Töpferei an ihren Sohn Michael, der sie bis heute fortführt.


große Schale



kleine Schale



Teekanne





Werkstattsignatur,
für Unikate gab es eine weitere Signatur


Kunsttöpferei Unterstab (KTU) - Ralf & Gudrun Unterstab, Langenhessen

Über dieses Studio ist fast nichts bekannt. Gudrun Unterstab (*1940) ist die Tochter des bekannten Töpfers Albert Kießling. Mit ihrem Mann Ralf (*1937) betrieb sie ab Anfang der 1960er Jahre ein Keramikatelier in Langenhessen.

Viele ihrer Keramiken werden einer Kerstin Unterstab zugeschrieben, dies ist falsch, da es eine Kerstin Unterstab nie gegeben hat (zumindest nicht im Zusammenhang mit der Töpferei Unterstab). 

Wie diese Zuschreibung entstand ist unbekannt. Leider halten sich Falschinformationen im Zeitalter des Internets hartnäckig.


Form unbekannt



Form unbekannt
in zwei Glasurvarianten





Signatur
in dieser Form war sie zwischen 1964 und 1980 gebräuchlich.
Eine weitere Signatur besteht aus einem T mit der Umschrift Unterstab.


11/11/2016

Erna Pfitzinger, Bad Muskau

Die Töpferei Pfitzinger wurde 1857 als Familienunternehmen gegründet. 1918 heiratete die 20jährige Erna Hentschke (1898-1988) den Sohn Richard. Da dieser aufgrund einer Lungenkrankheit die elterliche Töpferei nicht führen konnte übernahm Erna Pfitzinger nach dem Tode des Schwiegervaters den Betrieb. 1945 verstarb Richard Pfitzinger, Erna Pfitzinger schaffte es aber mit Hilfe ihres Sohnes Lothar die Töpferei auch unter veränderten politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen weiterzuführen.
1947 verließ Lothar Pitzinger seine Mutter und übernahm die Keulaer Ton- und Schamottewerke Paul Walter in Krauschwitz und machte daraus die Keramischen Werkstätten L. Pfitzinger. Dieses Unternehmen wurde aber bereits 1953 enteignet.  
Nach dieser Episode kehrte er zu seiner Mutter zurück und half ihr beim erfolgreichen Ausbau der Töpferei. So wurden von 1948 bis 1975 die Leipziger Messen beschickt. 1964 erhielt Erna Pfitzinger die staatliche Auszeichnung "Gute Form", es folgten Ausstellungen in diversen Ländern.


Form unbekannt



Signatur


Keramische Werkstätten Wilhelm Kagel OHG, Garmisch-Partenkirchen

Die Quellenlage zu Wilhelm Kagel sen. (1867-1935) ist nicht eindeutig. Wenn man im Internet sucht findet man fast immer die Angabe: Maler und Kunstgewerbler. In der Chronik des Werdenfels-Gymnasiums, zu deren Gründungsväter er gehörte, wird er 1913 als Malermeister und Besitzer einer Fabrik für Töpfereiwaren bezeichnet. Ebenso uneindeutig ist das Gründungsjahr der Werkstätten, hier findet man die Angaben 1892 (Keramik-Sammler.de) und 1902 (Horst Makus).
Die Geschichte seines Sohns und Nachfolgers Wilhelm Kagel jun. (1906-1987) ist da eindeutiger. Er machte von 1919 bis 1923 eine Töpferlehre im elterlichen Betrieb und besuchte anschließend von 1924 bis 1926 die Keramische Fachschule in Höhr-Grenzhausen. Nach dem Tode seines Vaters übernahm er 1935 die künstlerisch-technische Leitung der Manufaktur. Diese Position hatte er bis zu seinem Ableben 1987 inne. Nach seinem Tode wurde das Unternehmen aufgelöst.

Gefertigt wurden Gefäß- und Zierkeramiken in Kleinserien, Gebrauchskeramik, Kachelöfen und keramische Bauteile. Alle Produkte wurden in Handarbeit hergestellt. Bei der Formgebung und den Dekoren orientierte man sich an regionalen Traditionen, nahm aber auch immer wieder Tendenzen der jeweiligen Zeit auf.

Hedwig Bollhagen arbeitete 1932 in der Manufaktur.

Die unter Wilhem Kagel jun. entstandenen Produkte habe einen hohen Wiedererkennungswert. Sie sind in der Regel einfarbig und tragen geometrische Dekore und/oder florale Motive, die entweder geritzt oder mit Stempel aufgetragen wurden. Bei aufwendigeren floralen Motiven wurde zur Betonung des Motivs eine zweite Farbe verwendet.


Form 802-1



Form unbekannt



Form unbekannt



Form unbekannt


Form unbekannt




Label und Signatur


Signatur WK, 
ist nicht immer ganz leicht als WK zu erkennen, s.a. Signatur oberhalb des Labels auf vorheriger Abbildung.